Layouts mit WordPress: Das ist neu

Als Dienstleister für Agenturen haben wir permanent mit anspruchsvollen User Interface-Designs zu tun. Alle Projekte, bei denen Storytelling mit viel Content eine Rolle spielen haben uns bis letztes Jahr vor eine große Herausforderung gestellt: Wir waren ständig mit der Frage konfrontiert, welche Technologie die Richtige für komplexe Layouts ist. Denn der Standard-Layout-Editor war bis Ende letzten Jahres keine Option.

Die Anzahl der Plugins am Markt, die diesem Problem die Stirn boten, ist und war schier erschlagend: Visual Composer, Elementor, Lay Gridder, Beaver Builder, dazu kamen noch viele Lösungen, die in WordPress Themes proprietär eingebaut sind, wie es beispielsweise bei Divi der Fall ist. 

Grundsätzlich waren viele dieser Lösungen absolut überzeugend, nur konnten wir sie leider nicht guten Gewissens einsetzen, da unsere Kunden mit großem Ressourceneinsatz über viele Jahre Content erstellen, der selbstverständlich ohne Verluste über Jahre hinweg erreichbar sein muss und auch nach einem Re-Design der Webseite erhalten bleiben soll.

Wir haben immer die Strategie verfolgt, so wenig Plugins wie möglich zu verwenden, denn sobald eine der Erweiterungen vom Markt verschwindet, sind auch potenziell alle Content-Seiten und Posts gefährdet und müssen mühsam neu aufgebaut werden. Außerdem ist jedes Plugin ein zusätzliches Sicherheits- und Stabilitätsrisiko und wirkt sich grundsätzlich negativ auf die Geschwindigkeit aus. 

Deshalb: Über den Kern unverzichtbarer Erweiterungen hinaus haben wir so gut wie jedes Problem mit eigenen Lösungen gefixt. So auch die Herausforderung der komplexen Layouts unserer Agenturkunden: 

Unser einfach zu bedienender Layout-Builder auf Basis von Bootstrap 3 und Advanced Custom Fields Pro war im Backend zwar nicht schön, löste aber sämtliche Probleme im Responsive Design individuell, war 100% anpassbar und je nach Bedarf erweiterbar. Außerdem war er im Code gut strukturiert und dokumentiert, so dass wir mittelgroße Kundenprojekte damit guten Gewissens abschließen konnten. Dennoch: Der Content war immer noch in einem proprietären System gefangen. 

2019 wurde bekannt, dass der Gutenberg-Editor in den WordPress-Core implementiert wird und den Standard-Editor ersetzt. Trotz der umstrittenen Maßnahme war uns sofort klar, dass das die Lösung für die Probleme im Responsive Layouting ist. So gibt es nun eine einheitliche Datenstruktur, die jetzt auf millionen von Webseiten eingesetzt wird und bei Bedarf mit individuellen Content-Blocks erweitert werden kann. Das sichert maximale Flexibilität und Datensicherheit. 

Zwar ist der Gutenberg-Editor (noch) kein kompletter Page-Builder, aber ich frage mich sowieso, ob das Sinn macht, ihn dazu machen zu wollen. Alle Module außerhalb des Content-Bereiches werden bei uns individuell entwickelt, um auf die individuellen Wünsche unserer Kunden eingehen zu können.

Kurzum: Gutenberg spart Zeit, Geld, bringt Sicherheit und Flexibilität. Wir sind besonders  gespannt auf die nächsten Updates, in denen Blocks einen eigenen Marktplatz bekommen.